Freitag, 3. Februar 2012

Das kranke Amt

Moderator (laut): Herr Oberpfleger, ICH habe gehört, das Amt des Bundespräsidenten ist HIER auf der Intensivstation...
Oberpfleger (verstört):  Pssst, Herr ähm... das können Sie doch hier nicht so laut sagen, das ist ein ganz wichtiges Amt, sie wollen doch nicht seinen Ruf zerstören!
Moderator (kleinlaut): Naja, ich hab mich ja nur gefreut, dass es noch lebt, in der Presse gab es ja schon Gerüchte...
Oberpfleger: Sie meinen die nicht auskurierte Verköhlerung und die darauf folgende Juvenierung..
Moderator: Die Was?
Oberpfleger: Verjüngung, wir haben dem Amt ja ein neues Präsidialteil angesetzt.
Moderator: Bitte?
Oberpfleger:  PRÄ-SI-DIAL-TEIL... Mmh? (hebt die Augenbrauen)
Moderator (laut): Untenrum? Um Gottes Willen!
Oberpfleger: Nichts Sexuelles...! Es hat sich nur zu viel bewegt...und die Reibungshitze...
Moderator (nüchtern):  Ach so, es hat sich einen Wulff gelaufen... Reicht da nicht ein bisschen Wund- und Heilsalbe?
Oberpfleger: Normalerweise Cortison oder ein bisschen Executiva forte, aber in diesem Fall...
Moderator: Musste man operieren?
Oberpfleger: Naja, das Amt des Bundespräsidenten war ja am Präsidialteil auch schon schlimm vorbelastet, denken Sie an die Carstensensch-rechts-periphäre Neglese
Moderator: Bitte? Was?
Oberpfleger: Rechtsseitige Blindheit und Lähmung.
Moderator: Ach so... ja.
Oberpfleger: Oder die die Rau-sche Avio-philie...
Moderator: Flug-Lust? Ja ja...
Oberpfleger: Ja, oder der Befall des  Sprachzentrums  durch einen morbus  Lübkus.
Moderator: Stimmt, aber das hat das Amt doch alles ganz gut überstanden?
Oberpfleger: Das kann man so oder so sehen, es bleiben natürlich immer ein paar Narben. Wir haben bei unserer Juvenierung deshalb den Präsidialteil erstmals gegen ein deutlich jüngeres Spenderorgan getauscht.
Moderator: Toll, dass das so einfach geht...
Oberpfleger: Man nennt das Präsi-poli-to-plastik,  wird mit einem bewährten Abstimmungsverfahren durchgeführt, endoskopisch und subkutan.
Moderator: Das kenne ich, sowas geht unter die Haut.
Oberpfleger( gönnerhaft): Genau, wir sagen auch heimliches Verfahren dazu, nachher ist quasi an der Oberfläche nichts zu sehen und es kann in Ruhe ausheilen...
Moderator: Und jetzt ist alles wieder verheilt?
Oberpfleger (schulterzuckend): Erstaunlicherweise ist das Präsidialteil SELBST völlig intakt, aber die Medikation zur Annahme des Transplantats  hat zu einer Wesensdeformation  des Amtes geführt...
Moderator: Ach, das waren NEBENwirkungen ? Ich erinnere mich, das Amt wollte zum Islam konvertieren und ansonsten Urlaub bei Freunden machen...
Oberpfleger: Das mit dem Urlaub haben wir nicht so kritisch gesehen,  wir waren anfangs sogar dafür...(zählt an der Hand auf):  Beschäftigungstherapie bei kleinen Partys,  Bewegungstherapie beim Händeschütteln, wir haben sogar versucht, den medialen Reflux zu unterdrücken, damit es mal zur Ruhe kommt...
Moderator (empört): Wenn mir MEIN Präsidialteil abfällt, zahlt mir die Kasse nicht mal eins aus Plastik, geschweige denn dieses Präsivativdingsda und eine Party...
Oberpfleger : Nein nein, keine Kassenleistung, das haben wir über Sponsoren hingekriegt, das Amt des Bundespräsidenten ist ja bei der Wirtschaft sehr beliebt...
Moderator(empört): So viel Aufwand für ein  heissgelaufenenes Präsidialteil... Da sollte es lieber wieder abfallen, ganz ehrlich.
Oberpfleger: Komisch, das hat Frau Merkel auch gesagt.
Moderator: Die Kanzlerin?
Oberpfleger: Ja, als sie vorhin zu Besuch war, hat sie sich dem Amt des Bundespräsidenten langsam und vorsichtig genähert und ihm dann was ins Ohr geflüstert.
Moderator: Was denn?
Oberpfleger: Weiß ich doch nicht, irgendwas mit Befreiung habe ich gehört, das Amt hat gelächelt.
Moderator: Befreiung?
Oberpfleger: Sie hat zu mir nur gesagt, dass wir an dieser wichtigen Stelle (zeigt in den Schambereich) für mehr Weiblichkeit sorgen sollen, die sei beständiger. Sie hat wohl schon ein paar Sponsoren aufgetan... (klopft auf den Tisch, um sich zum Gehen zu wenden)... und ich werd mal sehen, wie es in unserer Spenderinnenkartei aussieht...
Moderator: So kann es also weitergehen...Oberpfleger X, meine Damen und Herren!

Samstag, 21. Januar 2012

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben

Montag
Zurück von der Jubiläumsfeier "20 Jahre MDR" - Hatte mit Achim Menzel in seiner Datsche bei Spreewaldgurken und Halorenkugeln über die Puhdys und das antiquierte Fernsehbalett gelästert - leider stand die Datsche aber live auf der Bühne... Konnte Gott sei dank sofort alle Wogen glätten : Acht Runden Club Cola mit Schuss für die Puhdys und zwei Gläser Rotkäpchen Sekt fürs Balett...

Dienstag
Panischer Anruf von Costa Cordalis - er ist in Italien mit seiner Yacht auf einen Fels gefahren. Schimpfe erst, dass man darüber keine Witze macht und fordere ihn auf, zurück an Bord zu gehen, verdammte Kacke! Das Gespräch kriegt etwas Schlagseite, weil er im Dunkeln Angst auf Leitern hat. Merke, dass es ernst ist und mache mir große Sorgen um die russische Blondine, die dann wohl bei ihm auf der Brücke war...

Mittwoch
Anruf aus Mallorca, Costa Cordalis hat seinen Ouzo- Rausch ausgeschlafen und war die ganze Zeit mit dem Hafenmeister an der Hotelbar. Gott sei dank. Kann ihn selber sprechen und frage sicherheitshalber nach der Blondine. Anita geht es gut, meint Costa, sie ist aber nicht mehr blond... Ist ja auch schon 35 Jahre her...

Donnerstag
Habe selber leichte Schlagseite, weil ich die ganze Nacht Anita getrunken und dazu "Ouzo" gehört habe... Schlurfe zu Schlecker, um mir "Kaiser Natron" zu besorgen, Schlecker hat zu , Insolvenz... Frage mich, wie man mit nur einer Verkäuferin pro zwei Läden pleite machen kann... schlurfe weiter zu Rossmann, Verkäuferinnen tanzen zu Operetten, gute Laune, sehr viele freundliche Farben... in meinem Zustand unerträglich - kaufe am Kiosk noch einen Liter Ouzo und träume mich als Filialleiter zu DM.

Freitag
Wache auf in einem weißen Kittel, rieche nach Anis und "Balea" - Creme... Merke aber schnell, dass ich irgendwie das Finale vom RTL Dschungelcamp verpasst habe. Googele "Dschungelkönig", finde Costa Cordalis, klicke auf Anita und wippe im Takt der Wellen wie ein Fernsehbalett-Tänzer mit dem Fuß... Könnte ein Natron brauchen...

Aber nun muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag...

Freitag, 6. Januar 2012

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben

Montag
Eröffne unter Schirmherrschaft von Betsy Wulff eine Salamifabrik im Hinterhof von Schloss Bellevue. Finanziere diesmal nicht über meine alten Freunde Edith und Egon, sondern gleich zu günstigeren Zinsen über die BW Bank.

Dienstag
Gerate in die Kritik, weil ich für die Geflügelsalami keine Hühner von freilaufenden Eiern verwendet habe. Stelle in einer Presse-Erklärung richtig, dass ich diese Salamitaktik als Privatmann entschieden habe und sehr bedauere. Stelle auch klar, dass meine Schirmherrin Betsy Wulff keine geschäftliche Beziehung mehr mit ihrem Mann hat, weil ich keinesfalls das Amt des Bundespräsidenten beschädigen will.

Mittwoch
Spanne einen Tag bei einem Geflügelwurst-Geschäftsfreund auf dessen Gut aus, reise aber sofort ab, als Johannes B. mich bittet, 20 Euro für die Übernachtung zu bezahlen, um sein Amt nicht zu beschädigen. Bin froh, dass ich zurück nicht noch Holzklasse fliegen muss, irgendwer hat mich upgegraded.

Donnerstag
Scharfe Kritik an meiner Amtsführung in der Salamifabrik, will die Produktion wegen der Vorwürfe einen Tag aussetzen, um zu recherchieren, zu welchen Fragen ich mir Ausreden einfallen lassen muss. Rufe vorsorglich Karl Diekmann und Else Springer an, um das notwendigste zu vertuschen...

Freitag
Lese in der Bildzeitung den genauen Wortlaut meiner Telefonate von gestern. Lasse bei meinem Anwalt einen offenen Brief als Gegendarstellung hinterlegen, in dem ich angebe, nach 20 Jahren in Dax-Vorständen quasi noch Praktikant zu sein. Kommt prima an. Spüre, dass die Menschen meine Salami noch wollen. Langweile mich sofort und gebe mein Amt aus diesen persönlichen Gründen ab. Möchte lieber was Spannendes, Aussichtsloses tun, vielleicht rette ich die FDP...

Aber nun muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben:

Montag
Freue mich, dass ich Jopie Heesters zu seinem 108-ten zuhause besuchen kann und schenke ihm ein paar Inlineskates und einen Gutschein für einen Fallschirmsprung in den Grand Canyon. Rauche heimlich mit ihm drei Schachteln Zigarren und zwei, drei Joints. Verstecken uns kurz auf dem Fenstersims, als Simönchen Retel mit dem Melissengeist reinkommt. Sie muss ja nicht wissen, dass der Alte topfit ist.

Dienstag
Treffe mich kurz mit Prinz Frederics neuer Adoptivprinzessin Gina Lisa Hohlfink, auf einen billigen Prosecco.
Rate ihr, die 20 Prozent Gewinnbeteiligung an Prinz Frederic nochmal zu verhandeln, schließlich lernt sie nichts von ihm. pöbeln und in die Badewanne pinkeln konnte sie ja schon vorher. Für ihn nur Vorteile: Er steigt ins Unterhosenmodelgeschäft ein, ohne sich selbst den Po zu liften, clever.

Mittwoch
Erschreckende Nachricht auf meiner Lieblings-Internetseite www.verstrahlte-babynahrung-im-ausland.de: Hunderttausende Packungen einer japanischen Babynahrung sind wegen radioaktiver Strahlung zurückgerufen worden. Rufe sofort den Hersteller an, aber man versichert mir, dass das gleiche Pulver seit Jahren für die Kaffeeautomaten im Bundestag verwendet wird. Bin beruhigt.
Lese erschrocken in der Bunten, Marie von Dänemark ist hochschwanger und Ulrich wickert wird mit 69 noch mal Vater. Hoffentlich gibts da keinen Zusammenhang, sonst muss man das Kind mit Smörrebröd, Hotdogs und Rotwein groß kriegen.

Donnerstag
Rufe kurz meine Lieblings-C-Promies an, was sie sich zu unserem traditionellen Schrottwichteln wünschen. Natascha Ochsenknecht wünscht sich die Scheidung. Kaufe gleich zwei, dann habe ich noch eine für Demie Moore.

Freitag
Bin enttäuscht, als ich Karl Moik im Fernsehen sehe, er sagt, dass die Ehe ist zwischen dem Traumpaar der Volksmusik, Stefanie Hertel und Stefan Mross nur arrangiert ist. Glaube das nicht, wie soll man denn einem schwulen Trompeter und eine blonde Jodlerin schmackhaft machen?

Aber nun muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag.

Freitag, 22. April 2011

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben.

Montag
Meine Hochzeit mit Kate und Willy rückt näher, arrangiere zur Übung eine Hochzeit mit Lukas Podolski und seiner Freundin in Köln. Bin froh, dass mein Trauzeugen-Frack noch sitzt, aber Poldi sieht in Prinz Williams Sachen so lächerlich wie seine Monika mit Kates Diadem. Immerhin fliegen die weißen Tauben im richtigen Moment auf und die Torte ist auch toll.

Dienstag
Sommerwetter, Herrlich. Hatte die Torte leider auf dem Balkon gelassen, dort sind jetzt Zuckergußfiguren im Schaumbad.
Bestelle eine neue, größere und kältere Torte und neue Tauben, irgendwie sind die auch nicht mehr zurückgekommen.
Arrangiere zum Training noch eine Hochzeit für Rudi Assauer und übe dort noch mal "würdig Schreiten" und "einen Toast rausbringen"

Mittwoch
Bringe den Toast wieder rein, frage mich, wer solche Rituale erfindet und ärgere mich über das Ebay. Hatte nur EIN großes Paket bekommen, mit der neuen Torte und zehn Tauben drin - Riesensauerei.
Bestelle alles noch mal neu und versuche, einen Totalausfall bei MEINER Hochzeit mit Kate und Willy auf allen Ebenen abzuwenden: Übe noch mal "Gehen", "Sitzen" und "Mund halten" mit Kates üsseliger Verwandtschaft und mit Prinz Harry.

Donnerstag
Verschiebe die Hochzeit von Prinz Albert und Charléne irgendwas - einfach, weil ich es kann. Kann mich nicht um alle halbseidenen Royal-Heinis kümmern, jetzt sind erst mal Kate, Willy und das Baby dran. Streich das, das Baby ist ja noch geheim.

Freitag
Hab irgendwie keine Einladung zum 85sten Geburtstag der Queen bekommen, muss an meiner holländischen Vergangenheit als Holzschuhtänzer liegen... Verkleide mich als Rolf Sägebricht - Ekelbert von der Hofberichterstattung und gehe direkt ans Buffet. Laufe danach aus Protest in Holzschuhen und mit einem Käsekörbchen am Arm den gesamten Hochzeitsweg von Kate und Willy ab. Stelle beruhigt fest, dass er keine Tunnels hat.
... aber nun muss ich Schluß machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Fest.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Band of Horses in der Live Music Hall

Die Musik von Band of Horses klingt live wie "Das Härteste aus Kuschelrock 1-44" für die zahlreich angereisten Fans mit Karohemd, Hornbrille und Wollmütze über der Glatze echter Rock. Für mich, als hätte man Status quo durch einen De-Noiser gezogen, alle interessanten Stellen entfernt und Barbie-Ken einen Bart angeklebt und als Frontman dazugestellt. Die Band hatte beim heutigen Auftritt in der Live-Music-Hall dann auch ungefähr so viel Eier in der Hose wie Barbie-Ken. Der einzig überzeugende Musiker auf der Bühne war neben dem Sänger der Vorband,"Mike Noga (and the Gents)" der Keyboarder von Band of Horses, Ryan Monroe. Der Rest war ziemlich eintönige Musik vom Schlage "Kermit der Frosch trifft Country-Rock"

Freitag, 11. Februar 2011

Young The Giant im Blue Shell

Fünf jet-ge-lagged-te Californier haben sich heute abend im Blue Shell in Köln mit solidem akkustischem Poprock das Publikum für ihre nächste Tour im Mai gesichert. Echte Oberton-Highlights: Die Duette von Lead-Sänger Sameer Gadhia und Drumer François Comtois. Die Band hat Wumms und macht Spaß. Performance-mäßig geht da sicher noch was, wenn statt drei Tagen Europa mal drei Monate auf dem Programm stehen. Eine größere Bühne mit ein bissl Licht und Video, ein bisschen Choreo und funktionierende Technik und diese fünf schüchternen Hobbits brauchen nur noch einen Schubs zum "Next Big Thing"

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben.

Montag
Besuche Superstar Alexander Klafs und seine neue Freundin Jane, die als Tarzan und Nadja in Hamburg ein Musical aufführen. Alex Superstar, Tarzan und Jane kenne ich, verstehe aber leider nicht, wer diese Nadja ist.

Dienstag
Gratuliere Frank Blasberg und Mutti Anne Gesthuysen, die beide einen Sohn bekommen haben. Also Einen. Gemeinsam. Frank meint, einer reicht auch, die Geburt war Fair Aber Hart.

Mittwoch
Lade mir schnell noch die Nacktfotos von Sarah Connor aus dem Netz, die Rüpel-Rapper "Massiv" bei Youtube eingestellt hat, bevor ich Medienaufsicht und das Gesundheitsamt informiere. Die Bilder sind nämlich mit grottendämlicher Musik unterlegt, das ist keinem zuzumuten.

Donnerstag
Bin beeindruckt von der Schnelligkeit der Bildzeitung, die online schon VOR der Rede von Ägyptens Präsident Mubarak seinen Rücktritt bekanntgibt. Mubarak sagt aber was anderes, vermutlich, weil das Internet gesperrt ist - die Druck-Ausgabe der Bildzeitung kriegt er ja erst am nächsten Tag.

Freitag
Mubarak tritt zurück - informiere sofort die Bildzeitung. Die Redaktion ist völlig überrascht.

Aber nun muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag...

Donnerstag, 20. Januar 2011

Die Sarah-Dingenskirchen-Methode

Wundervoll. Endlich gibt mir der RTL-Dschungel wieder ein paar Wochen lang einen übergeordneten Lebenssinn, ich kann Menschen, die mal berühmt waren, dabei zusehen, wie es ist, in der Wildnis nicht sehr berühmt zu sein. Dabei kommt es nicht selten zu tiefen Erkenntnissen - für mich selbst habe ich heute entdeckt, dass ich mit der Sarah-Dingenskirchen-Methode beinahe angstfrei und vor allem viel realistischer durchs Leben gehen kann. Die Methode ist denkbar einfach: Wie Sarah bewertet man einfach alltägliche Dinge vollkommen über und teilt diese Beobachtungen wahlweise sich selbst, zufälligen Wegbegleitern oder gleich der ganzen Nation mit.
Beispiel: Ich gehe eine Treppe hoch, ein langsamer Mensch vor mir versperrt mir den Weg.
Normalerweise ärgere ich mich still in mich hinein.
Nicht so mit der Sarah-Dingenskirchen-Methode: Ich sage wahlweise zu mir selbst, ins Handy oder via Facebook: Stecke grad voll krass auf der Rolltreppe fest, weil ein fetter Gigant sich nicht bewegt, er ist vermutlich eingeklemmt, vielleicht muss ich sterben, wenn er auf mich fällt. Das ist der schlimmste Tag in meinem Leben.
Als Warnung möchte ich anfügen, dass IQ und EQ des Ausführenden über denen von Bohnen und Reis liegen sollten, um dadurch in bessere Laune zu geraten. Vielleicht ist das auch der Grund, warum die Erfinderin, Sarah Dingens, selten wirklich vergnügt wirkt.

Samstag, 15. Januar 2011

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben.

Montag
Zurück aus Hamburg. War nach einer durchzechten Inas Nacht bei der Schiffstaufe des neuesten Kreuzfahrt-Riesen-Schiffs in Hamburg. Hatte Ina Müller als Tauf-Patin vorgeschlagen und ihr bei der Taufe ins Ohr geflüstert, sie soll das Schiff "Ina Müller" taufen. Wie geplant tauft sie das Schiff nach vier Küstennebel und drei Grog wie von der Reederei gewünscht "Mein Schiff".

Dienstag
Freue mich, dass der "Musikantenstadl" dieses Jahr 30 wird. Erinnere mich noch genau an die erste Sendung, ich war erst zwei. Hatte mich als Dackel verkleidet, um den Eintritt zu sparen, aber Karl Moik hatte mich hinter der Bühne erwischt. War dann unter Androhung von Blasmusik als Moiks Dackel Wastl aufgetreten, Gott sei dank nur 38 Mal. Kann bis heute keine Leckerlis mehr essen - aber auch nicht mehr auf allen vieren knien ohne Blasmusik.

Mittwoch
Lese in der "Tallin Aktuell" das nach Einführung des Euros in Estland alle alten Kronen-Geldscheine in Heizkraftwerken verheizt werden. Schön dumm, in Dänemark, Island, Norwegen und Tschechien kann man schließlich weiter mit der Krone bezahlen.
Donnerstag
Lese, dass Tony Marshall seiner Frau regelmäßig fremdgeht. Frage mich, mit wem.

Freitag
Kate Middleton ruft an, um mich zu fragen, welches Tiara-Diadem sie zur Hochzeit mit William tragen soll. HAbe aber keine Zeit, mich darum zu kümmern, hier ist es
heiß, feucht und glitschig. Muss für die Live- Sendung vom Dschungelcamp in Australien noch die Kakerlaken und Mehlwürmer sortieren. Fange mit Jakob-Sister Eva und Matthieu Carriere an.

Samstag
Staune, dass ich meine Handyrechnung jetzt auf meiner Facebook- Startseite angezeigt kriege - hatte doch gar keine Telefonnummer angegeben. Stelle bei näherem Hinsehen fest, dass Israels Benjamin Netanjahu wohl seine Gehaltsabrechnung online gestellt hat - weiß jetzt wieder, wieso ich kein Politiker werden will.

Aber nun muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag.

Samstag, 8. Januar 2011

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben,

Montag
Frohes neues Jahr, liebes Tagebuch. Danke, dass Du immer für mich da bist. Sag mir bitte, wenn ich auch mal was für Dich tun kann. Sylvester war toll. Zumindest soweit ich das noch weiß. War mit Elton John und Angelika Houston auf der Insel Rab - oder mit dem Elton vom Stefan Raab bei John und Angelika, jedenfalls war das Feuerwerk toll. Oder die Bowle.

Dienstag
Lese auf Alkoholiker-Online, dass Amy Winehouse wieder trinkt. Bin beruhigt, dass ich nicht der Einzige bin, der seine Neujahrsvorsätze durchzieht wie ne Nase Koks.

Bin sehr beunruhigt, weil nach der Vulkan-Asche im letzten Jahr jetzt auch schon tote Vögel vom Himmel fallen und das Tauwetter in den Alpen Australien wegspült. Wenn jetzt noch Gift im Essen auftaucht, fange ich an, an den Weltuntergang zu glauben.

Mittwoch
Dioxin-Skandal. Ich bin ein Prophet. Schließe für den Weltuntergang eine Hausrat-, Fahrrad- und Zahnzusatzversicherung ab, man weiß ja nie. Bin stolz, dass ich bei allen Versicherungen für den Fall des Weltuntergangs eine Erstattung der Beiträge raushandeln konnte.

Donnerstag
Schaue mir das Drei- Königsmörder-Treffen der FDP im Fernsehen an, aber nichts passiert. Die Hoffnung ruht also auf Westerwelle. Da ruht sie in Frieden.

Freitag
Lese im Promi- Fachmagazin Gala, dass Victoria Beckham eine Psychotherapie macht, weil ihr Mann David angeblich untreu ist. Bin über die Dreistigkeit der Presse völlig geschockt. Jetzt berichtet selbst die Gala schon über das intime Privatleben vollkommen unbekannter
C-Promis. Es kommt noch so weit und sie berichten über Westerwelle.

Aber nun muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag.

Samstag, 4. Dezember 2010

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben.

Montag
Freue mich über den Schlichterspruch von Heiner Geißler, der endlich Klarheit bringt. Kaufe Bauaktien, Wasserwerfer, Schlagstöcke und Anteile an einer Augenklinik.

Dienstag
Schmerzen vom Tippen. Hatte die ganze Nacht neue Enthüllungen für Wikileaks geschrieben, weil meine erfundenen Botschafterberichte so gut ankommen. Gruselig, bislang gibt es auf keine meiner Stories irgendein Dementi - selbst bei Merkel als "inkompetente Zonenkuh" und Westerwelle als "Pickelschwester" nur stummes Nicken in allen Gazetten.

Mittwoch
Unterrichte die Chaos- Familie von Kate-Middleton in der Prinzessinnenschule, damit ihre Mutter nicht wieder neben der Queen Kaugummi kaut oder Kates Onkel zum Dessert Nutten und Koks anbietet. Für Neureiche, die mit Tischfeuerwerk, Hütchen und anderem Partyzubehör reich geworden sind, geht es ganz gut voran. Nach der Mittagspause spuckt schon keiner mehr auf den Boden.

Donnerstag
Ärgere mich über die neue Verordnung S-E-X-6-Strich-9 in der ukrainischen Regierung: Kurze Röcke, knallige Lippenstifte und Stöckelschuhen sind in der ukrainischen Regierung nicht mehr erwünscht. Finde das ärgerlich - weiß nun nicht mehr, was ich bei Staatsbesuchen tragen soll, außerdem ist es doch eine Zumutung, den Frauen damit auf einen Schlag sämtliche Qualifikationen zu nehmen.

Freitag
Zappe zufällig in Mariah Carreys Verkaufssendung im Fernsehn. Als schwanger Diva Schmuck zu verkaufen, Mutig... aber auch irgendwie billig... Sehr billig. Bestelle vier Colliers.
Lese in einem kleinen Schmierblatt über Wolfgang Joop, er habe einen "Stuhl-Tick". Bin erleichtert, als es im Rest des Artikels um Stuhl als Sitzmöbel geht.

Aber jetzt muss ich Schluß machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag.

Montag, 15. November 2010

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben:

Montag
Ärgere mich, dass ich auf meinem "Bahn.de"-Onlineticket keine Zwischenstationen anklicken kann. Der Schaffner meint, ich kann nichts anklicken, weil ich das Ticket ausgedruckt habe. Lächerliche Erklärung, absolut nicht zeitgemäß. Schreibe sofort ein Beschwerde-Eil-Telegramm an Hartmut Mehdorn.

Dienstag
Googele "Frau", "Blondine" und sogar "helle Brünette", finde aber keine und muss allein zur Bambi-Verleihung". Derricks Assistent Fritz Wepper macht darüber einen Witz. Schlage ihm mit meinem Bambi die Lippe blutig und lasse mich von acht Securities raustragen. Ärgere mich nur, dass ich nichts vom Bambi-Buffet kriege, hatte mich sehr auf den Rehrücken gefreut.

Mittwoch
Mache mir Gedanken, wie ich die schöne Onlinewelt noch komfortabler gestalten kann. Mir fällt etwas nie dagewesenes, Brilliantes ein: Man könnte Bücher, statt sie zu kaufen, nur leasen und dann zurückgeben. Rufe Technologieminister Brüderle an, damit er diese Idee für Deutschland nützen kann. Er ist begeistert und meint, man könnte das Bücherleasing ja "Bücherei" nennen - Klingt für mich etwas altbacken.

Donnerstag
Endlich wieder Karneval. Verkleide mich als schmieriger Zuhälter und werde gleich für Karl Theodor zu Guttenberg gehalten- nutze das, um mal wieder mit seiner Frau zu schlafen und ein paar Rüstungsverträge abzuschließen. Alle wundern sich, keiner fragt nach. Verliere die Lust und verkleide mich schnell wie Klaus Kleber. Alle halten mich für einen Zuhälter - gehe also Karneval feiern.

Freitag
Wache unter einer Theke auf, die Frau neben mir im rosa Plüschhasenkostüm sieht aus wie Frau zu Guttenberg. Guido Westerwelle ruft an, um zu fragen, wie er seine Beliebtheit steigern kann? - Denke an Steinmeier, dessen Umfragewerte nach seiner Nierenspende stark gestiegen sind. Rate Westerwelle, sich komplett ausweiden zu lassen. Er stimmt zu aber fängt lieber langsam an - der Feigling lässt sich zunächst nur die Haare machen.

Aber nun muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag...

Samstag, 9. Oktober 2010

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch... schon wieder ist eine Woche um und ich komme erst jetzt dazu, alles aufzuschreiben.

Montag
Ulf, unser neue Bundespräsident rüttelt mich mit seiner Ruckrede wach, fühle mich danach christlich- muslimisch und bestelle bei meinem Lieblingsitaliener Kalbsdöner mit Sauerkraut. Wolfgang Schäuble ruft aus dem Krankenhaus an- ob es mir komisch vorkommt, dass er schon zum 5ten Mal seine Amtsgeschäfte vom Bett aus erledigt - Kann ihn beruhigen- ich mache meine Geschäfte ja sogar im Schlaf.

Dienstag
Bin beunruhigt über die Giftschlamm-Tragödie in Ungarn - Fürchte nun, dass alle meine auf Sumpfland gebauten Aluminiumfabriken sich in Flüsse übergeben. Will auf keinen Fall unvorbereitet dastehen bei so einem Vorfall. Überlege, wie ich einen Werbespruch für Reisen an den roten Fluss oder Alufische machen kann - mir fallen aber als Vergleich nur Silberfische ein.

Mittwoch
Freue mich über den Entwurf der Bundesregierung, dass Hartz-4-Empfängern 20 Euro dazu verdienen können - gilt für alle , die zwischen 800 und 1000 Euro verdienen. Freue mich, Verdiene genau 900 pro Stunde, 920 Euro bedeutet gleich 2,3 Prozent mehr.

Donnerstag
Anruf von Lady Gaga- ob ich gute Geisterjäger kenne - sie will sicher sein, dass es bei ihren Konzerten nicht spukt. Will sie erst für gaga erklären, dann fällt mir ein, dass Robbie Williams schon nach Aliens geforscht hat und David Beckham 5x am Tag seine Unterhosen wechselt - Schicke ihr vier Männer mit neonfarbenen Staubsaugern und eine Rechnung über 64000 Dollar.


Freitag
Simse Heiner Geissler den rettenden Kompromiss für Stuttgart21: Er wird Montag vorschlagen, allen gefällten Bäume zu neuen Ehren zu verhelfen und im neuen Bahnhof Wartebänke zu werden. Lese am Abend im Internet, dass Ashton Kutcher und Demi Moore Dreiersex in einer offenen Beziehung pflegen. Lasse mir drei Termine geben.


Aber jetzt muss ich Schluß machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben.

Montag
Bin genervt von meiner Arbeit als Frühstücksdirektor. Ständig exklusives Essen, Händeschütteln und zu viel Wein. Frage nach einer Gehaltserhöhung und will in einer Villa wohnen. Der Vorstand lehnt ab. Bin beleidigt und trete zurück

Dienstag
Muss nach dem Rücktritt etwas kürzer treten und suche eine kleinere Villa. Finde bei "WG-gesucht" ein kleines Stadtschloß in Berlin, laut Inserat sofort freiwerdend und mit mehreren Balkonen, die sich gut für Ansprachen eignen. Rufe bei der angegebenen Nummer an, lustig, der AB klingt wie Horst Köhler. Biete großzügig 1 Euro pro Quadratmeter. Bin abends beleidigt, denn keiner ruft zurück.

Mittwoch
Nachricht von Horst Köhler auf meinem AB, er hat meine Idee geklaut und ist zurückgetreten. Dabei verdient er das Doppelte und hat eine Villa. Bin beleidigt und rufe nicht zurück.

Donnerstag
Hektischer Tag wegen Hottes Rücktritt. Gebe als Scherz eine Meldung an die Bildzeitung, die Supertalente Ursel von der Leyer oder Rolling Schäuble sollen jetzt Mutti der Nation werden. . Die Idioten drucken das. Bin beleidigt und trete von meinem Abo zurück.

Freitag
Mache mich in meiner Partei für einen weiblichen Kandidaten stark, zur Not auch für einen sehr weiblichen, Hauptsache ein Mann wird Präsident. Ernte für diese Sachlichkeit ein wenig Kritik. Bin beleidigt und drohe mit Rücktritt.

Samstag
Besuche Michael Ballack in der Reha, er zeigt mir, wie gut er schon wieder mit seinem Hinkefuß treten kann. Bin beleidigt und trete zurück.

Aber jetzt muss ich Schluss machen, nächste Woche ... ist mir egal. Pöh!

Freitag, 28. Mai 2010

Einblicke in mein Tagebuch

Montag
Lese in der Zeitung, dass ein indonesischer Junge mit zwei Jahren schon 40 Zigaretten am Tag raucht. Bin schockiert und brauche erst einmal einen 15 Jahre alten Whiskey...

Dienstag
Treffe Jogi Löw zum Haare nachfärben. Höre unter der Trockenhaube, dass sein neuer Teamchef "ziemlich Lahm". ist Tröste ihn: Hauptsache, er hinkt nicht wie dieser ein-beinige Ballack.

Mittwoch
Roland Koch heult am Telefon. Der Dalai Lama hat ihm gedroht, der Bildzeitung zu stecken, wie das mit der Ypsilanti wirklich war. Erinnere mich und rate zum Rückzug, wenn Lamas böse werden, spucken sie.

Donnerstag
Grand- Prix- Stress. Bin als halb nackter Tänzer in Oslo gefragt wie nie. Klar, außer mir haben nur wenige Männer so eine Körperbeherrschung und Kondition, vielleicht noch Lady Gaga... Abends tut mir alles weh, vor allem die Füße wegen der hohen Schuhe. Lohnt sich aber: Komme mit sieben Ländern ins Finale.

Freitag
Ärgere mich, dass Angela Merkel Gerd Schröder alles nachmacht. Bei "gegen die Linke sein" hatte ich es noch verstanden, auch dass Sie Hosenanzüge trägt, fand ich okay, finde es aber nicht in Ordnung, wegen mieser Umfragwerte wieder halb Ostdeutschland mit Oder-Hochwasser zu fluten

Samstag
Grand-Prix-Mega-Stress! Muss mich für meine zwölf Auftritte als Jongleur, Burlesk-Tänzer, Harlekin und Operndiva immer super fix umziehen. Nervt, weil hinter der Bühne immer irgendwelche grell geschminkten Ostblock-Sänger im Weg stehen. Bin sauer, dass Malta nicht beim Finale dabei ist, mein Möwen-Kostüm hat meinen Po so schön betont. Gehe heim, bevor ich in der Abstimmung gegen mich selbst verliere.

Aber nun muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag.

Mittwoch, 19. Mai 2010

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben:

Montag.
Zurück aus Dortmund, Düsseldorf, Bonn und Köln
Hatte im Endspurt vom NRW-Wahlkampf noch mal alles gegeben und für CDU, SPD und andere 5-Prozent-Splitterparteien Wahlkampfreden gehalten. Bin zufrieden. Am Ende erreichen wir wie vor 5 Jahren fast 90 Prozent aller Stimmen.

Dienstag
Überlege, mit wem ich nach meinem Wahlsieg koalieren soll. Eine Frau Kraft ruft mehrfach an, und ein Nuschler, Rüttlersch oder so. .. Ist mir alles zu stressig. Gebe dem Nuschler die Telefonnummer von Frau Kraft und übe meinen Amtseid, während die beiden Looser sich am Telefon die Wunden lecken.

Mittwoch
Vereidige mich von Gottes Gnaden, bestelle mehrere Dienstwagen, unterschreibe ein paar Arbeitsverträge für Familienmitglieder und reiche dann Urlaub ein. Als Landesvater kann ich mich nicht mit Kleinigkeiten wie Koalitonsverhandlungen aufhalten. Beschließe deshalb, nach dem Urlaub mal so richtig durchzuregieren.

Donnerstag
Bin irgendwie in Jamaika gelandet: Schräg, das hatte ich vor der Wahl immer ausgeschlossen. Trinke ein bisschen Rum, tanze Raeggae und erhole mich von den Amtsgeschäften. Muss abends vom Doppelrum-Raeggae ein bisschen brechen, Politiker sein ist wirklich ein anstrengender Job.

Freitag
Beschließe, auf Jamaika eine Tauchschule zu eröffnen und die Tagesgeschäfte an Kraft und Rüttlersch zu übergeben. Schicke beiden eine SMS, in der ich sie vor dem jeweils anderen warne. Setze die beschlossenen Steuersenkungen um, indem ich meine NRW-Holding nach Liechtenstein verlege. Bin entspannt und gelassen, werde vielleicht auch als Kanzlerin k
andidieren. Aber jetzt muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag.

Mittwoch, 7. April 2010

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben.

Montag
Telefoniere kurz mit den Produzenten von 007, um ein paar meiner Stunt-Szenen als Bond abzusprechen. Schlage nebenbei Lady Gaga als neues Bond-Girl vor. Riesen Begeisterung, weil sie so cool und gaga ist. Schlage deshalb sofort Dirk Bach als neuen Bond vor.

Dienstag
Lese in einem Klatschblatt, Angelina Jolie sei privat ein totaler Psycho. Schreibe einen Leserbrief, um mal einiges klar zu stellen: Nur weil jemand seinen Mann ans Bett fesselt und dann im Kontrollwahn seine SMS und Emails liest, ist man doch kein Psycho. Das macht schließlich auch Meike Richter mit Helmut Kohl.

Mittwoch
Lese in der Zeitung, dass alle städtischen Bäder dringend sanierungsbedürftig sind. Rufe sofort bei der Stadtverwaltung an und beschwere mich. Kann ja wohl nicht sein, dass mein Geld so verpulvert wird - teuerste Handwerker und Goldschmiede hatten erst vor vier Wochen alle elf Bäder meiner Stadtvilla saniert.

Donnerstag
Saniere vorsichtshalber alle meine Stadt-Bäder noch einmal. Finde bei Pool- Grabungen im untersten Badezimmer das Bernsteinzimmer. Schütte es wieder zu, glaubt mir ja doch keiner - am ersten April.
David Hasselhoff lädt mich zur Premiere seines neuen Musicals in Las Vegas ein. Beschließe, bei der Premiere nur meinen Baywatch-Badeanzug und eine sprechende Armbanduhr zu tragen.

Freitag
Lese auf der Webseite von Ricky Martin, dass er sich als Homo outet. Bin froh, dass ich damals nur mit ihm gebadet und diese Nackt-Fahrradtour gemacht habe, nicht auszudenken, wenn uns Paparazzi zusammen in einem Restaurant oder im Auto gesehen hätten.

Aber nun muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag.

Samstag, 20. Februar 2010

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch... Schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben.

Montag
Riesen Alptraum, mein Personal hat vergessen, mich zu wecken, bin erst um 11 Uhr 11 auf. Gehe SELBER Brötchen kaufen, die Bäckerin sieht aus wie ein Vampir. Zwei Werwölfe rennen mich auf dem Rückweg fast um, überall liegen Scherben, schriller Lärm in der Luft... Erst als ein Huhn mich mit Konfetti bewirft, merke ich, dass Karneval ist. Trinke mich schnell auf den üblichen Pegel ... Hänge meine Prinzenkappe um, setze meine Orden auf den Kopf und
Dienstag
Wache wie jedes Jahr neben einem rosa Hasen und einer drallen Blondine auf - beides Männer. Gewöhne mich langsam dran. Würde aber langsam gern mal wissen, was jedes Mal in der Nacht passiert, bin morgens doch sehr abgeschafft. Trinke mich auf den Pegel vom Vorabend und schreibe die Reden für alle Parteien zum politischen Aschermittwoch.

Mittwoch
Sehe kurz auf Phoenix wie dieser blasierte Römische Dekadent Westerwelle meine Rede verhunzt, trinke darauf elf Kölsch und drei Kurze und stürze mich wieder ins Karnevalsgetümmel. Kurzer Abend, wache schon um vier Uhr neben dem rosa Hasen und seiner Blondine auf. Die Blondine sieht irgendwie römisch-dekadent aus.

Donnerstag
Bierfrühstück. Karneval ist echt anstrengend. So. Donnerstag. Weiberfastnacht. Verkleide mich als Damendarstellerin, trinke zum Frühstück elf Kurze und ziehe um 11Uhr 11los. Schneide in der Bahn allen, die nicht mitverkleidet sind, die Krawatten ab. Sammle bis zum Mittag 460 Schlipshälften und werde dann von zwei Typen, die sich als Polizisten verkleidet haben, "verhaftet" Hihi...

Freitag
Wache bei den Polizisten auf, voll die Freaks, alles wie auf einer echten Wache. Mein Hintern tut weh, hab Kater wie am Aschermittwoch und Durst auf Bier. Hoffentlich ist Karneval bald um, ich kann nicht mehr.

Aber nun muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag.

Samstag, 16. Januar 2010

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben.

Montag
Mein Rohstoffhändler ruft an und schlägt vor, das gehortete Streusalz wieder abzustoßen. Es taut, sagt er. Erkläre ihm, das Salz nicht tauen kann und kaufe antizyklisch nochmal Streusalz. Stelle beim Rausgehen fest, dass der Schnee schmilzt. Entlasse den Rohstoffhändler, weil er mir das nicht gesagt hat.

Dienstag
Habe noch einen Zehn- Euro- Gutschein vom Quelle-Versand. Mein Kundenkonto im Internet geht aber nicht. Muss an meiner AOL- Verbindung liegen. Lasse AOL in Deutschland liquidieren und gehe zur Post, um einen neuen Modemanschluss zu beantragen.

Mittwoch
Mein Auktionator ruft an und bietet mir 30 persönliche Briefe von Prinzessin Diana an, die ihre ehemalige Kosmetikerin versteigert.
Biete ein paar Hundertausend Euro, damit die Royals weiter glauben können, dass Harry und William von Charles sind und höre jetzt auf, MEINEM Kosmetiker Briefe zu schreiben.


Donnerstag
Sarah Palin ruft an, ob sie beim Fernsehsender Fox als Moderatorin arbeiten soll. Ich sag "Nur wenn Du heute Russland von Deinem Fenster sehen kannst" und lese nachmittags bei Twitter, dass die doofe Nuss unterschrieben hat.

Freitag
Jette kurz zur Detroit Motorshow, um mich über spritsparende Autos zu informieren. Enttäuschend, kein einziges Modell mit Whirlpool, DVD und Klimaanlage unter 25 Liter Verbrauch. Warte also noch mit den Anschaffungen und fahre meine Uralt-Schlucker von 2009 weiter.

Aber jetzt muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag.

Freitag, 20. November 2009

Märchenhaft...

Liebes Tagebuch, es war einmal ein

Montag
Verabrede mich mit Schneewittchen zum Businesslunch. Hatte vergessen, dass diese dummen Zwerge bei ihr wohnen. Mache gleich ne Ansage, dass jeder, der von MEINEM Tellerchen isst EINEN METER KÜRZER gemacht wird - die Zwerge verschwinden sofort.
Schlafe abends schlecht ein, irgendetwas Hartes, Rundes ist unter DEN Matratzen, Drehe und wende mich eine Weile, dann sehe ich nach. Irgendeiner von diesen dummen Zwergen hat eine Melone aufs Lattenrost gelegt, seeeehr witzig!

Dienstag
Frühstück mit Rotkäppchen... Sekt ist ja gut für den Kreislauf. Schaffe über den Tag verteilt noch 4 Liter und will deshalb abends zum Ü30 Tanztee in Hürth-Lechenich - Finde aber meinen zweiten Glasschuh nicht. Spinne schnell etwas Stroh zu Gold und kaufe mir neue Schuhe bei "Kaisers neue Kleider".

Mittwoch
Packe Kuchen und Wein in einen Korb und laufe durch den Wald zur Großmutter. Unterwegs begegnet mir der Wolf. Sage " Guten Tag lieber Wolf und erschlage ihn mit einem Wackerstein. Er muss ja nicht erst die Großmutter fressen.
Habe anschließend Lust auf Gesellschaft und gehe deshalb in die Tierhandlung, Frösche an die Wand werfen - Sieh da, schon der siebte ist ein verwunschener Prinz. Er ist wunderschön wohlgestalt´t, singt Minne und trägt güldene Gewänder. Super! Mit so einem kann ich doch nicht rausgehen! Rufe ihm ein Taxi und leihe MIR für den Abend die Bremer Stadtmusikanten aus.

Dornröschen..ähm, Donnerstag..
Fühle mich ausgeruht wie seit hundert Jahren nicht mehr und werde erst wach, als mich ein zarter Kuss weckt. Merke schnell, dass der Kater mir durchs Gesicht geleckt hat. Ziehe ihm zur Strafe kleine Stiefelchen an und mache lustige Fotos für die Weihnachtskarten.

Freitag
Rumpelstilzchen ruf an und ist irritiert, als ich ihn bitte, sein Haar herunterzulassen. Lustig: Anschließend ruft Rapunzel an und hat ihren Namen vergessen.
Lasse mir von meinem Koch eine Pastête Souzéraine zaubern. Leider fehlt das Kräutlein Niesmitlust und ich muss Zwerg Nase entlassen. Früher hätte ich ihn köpfen lassen, aber es kann ja nicht immer alles wie im Märchen sein...

Samstag, 14. November 2009

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch... Schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben.

Montag
Sehe am Flughafen in Los Angeles, wie ein Paparazzo mit der Kamera auf Mike Tyson losgeht. Tyson wird sauer, der Fotograf schreit. Will erst dazwischengehen, denke aber daran, das ich als Radiomann BEIDE OHREN brauche. Bin froh, dass sich die Situation dann schnell klärt, nach zwölf Sekunden Sieg für Tyson durch KO.

Dienstag
Telegramm von Tom Cruise und Katie Dingenskirchen... Einladung zu einer Einweihungsparty in SanFrancisco. Die zwei gehen mir echt auf den Sack, jedes Mal, wenn SIE nicht schwanger wird, kauft ER ne Villa, um in den Schlagzeilen zu bleiben. Schicken Ihnen einen Vaterschaftstest für Surimi Cruise und hoffe, ich höre ne Weile nichts von den beiden.

Mittwoch
Amy Winehouse ruft an. Nach ihrer Brustvergrößerung will sie als Pin- Up-Girl starten und braucht ein paar Tipps. Überlege kurz, wo sie mit Ihrem fahlen Drogen- Knitter- Look reinpasst und empfehle ihr die "Apotheken Umschau". Werde ihr zu Weihnachten noch ein Po-Lifting schenken, dann kann Sie sich in "Medizin aktuell" mal von ihrer besten Seite zeigen.


Donnerstag
Schreibe noch an Müntes Rede für den morgigen Abgang. Streiche "Schröder, das Arschloch" und "Steinmeier, der lahme Sack" und suche nach etwas Versöhnlicherem. Streiche dann "Leckt mich, ihr Looser!" und versaue letztlich Allen die Freude über den Abgang mit "Ich bin dabei. Ich bin Sozialdemokrat. Immer. Glück auf."

Freitag
Lese im Flieger, dass Sarah Fergie Fergusson bisexuell ist und Ihren Mann mit Frauen betrogen hat. Bin erst etwas pikiert, freue mich dann aber , dass unsere Affaire scheinbar tatsächlich geheim geblieben ist. Bin eben diskret. Wobei ich es witzig finde, SIE ne Lesbe und ER schwul...

Aber nun muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag.

Samstag, 24. Oktober 2009

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben.

Montag
Sehe morgens in meinem Wellness-Spiegel etwas zu rosig aus und meine Nase ist ein bisschen größer geworden- vermute Schweinegrippe. Lasse meinen Leibarzt kommen und weise ihn an, mich sicherheitshalber auch mit dem teuren Politiker-Impfstoff zu impfen. Mit Rüssel und Ringelschwänzchen könnte ich leben, will aber auf keinen Fall ausehen wie Koch oder Westerwelle!

Dienstag
Stelle beim morgendlichen Hanteltraining fest, dass sich mein Acht-Pack in einen Sixpack verwandelt hat - Winterspeck. Gehe sofort mit gezielten Diäten dagegen vor- probiere Ananasdiät, Nudeldiät, Brigitte-Rohkost, Harzer- Käse - Diät, vier Abnehmdrinks und 6 verschiedene Reduktionstees. Bin enttäuscht - wiege nach allen Maßnahmen abends fast 4 Kilo mehr, Betrug!

Mittwoch
Schlecht geschlafen, musste nachts vier Mal entschlacken. Fühle mich leer und ausgelaugt. Spreche mit George Clooney am Telefon darüber, er schickt mir ein paar Nacktbilder von sich aufs Handy. Kann tatsächlich wieder lachen, er hat nur einen 4-Pack und trägt rosa Unterwäsche.

Donnerstag
Hole Robbie Williams am Flughafen ab, wie sich später rausstellt, trägt der auch rosa Unterwäsche.

Freitag
Nach einer Sauftour mit Robbie ist mein Sixpack wieder da, vermutlich haben wir danach viel Sport gemacht, erinnere mich nicht genau. Trage rosa Unterhosen, weiss nicht, wo die herkommen. Passen mir aber, jette also nach London zum Casting für das Spice-Girls-Musical Werde angefeindet, weil angeblich nur Frauen bei den Spicegirls mitmachen dürfen. Denke, es geht in Wirklichkeit um Neid.

Aber nun muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag.

Samstag, 12. September 2009

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben.

Montag
Esse mit Til Schweiger, und seiner neuen Freundin mittags ein bisschen Salat für die schlanke Linie. Werfe alles, was mir nicht schmeckt zu dem Keinohrhasen und dem Zweiohrküken unter den Tisch. Verstehe jetzt, warum Salat schlank macht.
Ärgere mich über die Zehn Dollar Eintrittsgeld, die die USA für das Einreisen plant. Schreibe Präsident Bush, dass er doch lieber von allen, die schon im Land sind, 10 Dollar nehmen soll, ist doch viel mehr! Die Mail kommt zurück, was stimmt denn nicht bei George-walker-bush-ät-whitehouse.de?

Dienstag
Lese, dass Hugh Hefner sich scheiden lassen will. Bestelle den Playboy ab. Ich lasse mir doch nicht von einem Geschiedenen Mann erklären, wer sexy ist!
Mein Vip-Logen-Vermittler ruft an, das Gedenkkonzert von Michael Jackson ist abgesagt. Finde ich aber gut, Michael hatte doch mit der Trauerfeier und der Beerdigung jetzt schon genug Stress.

Mittwoch
Schaue bei Sat1 vorbei, wo Roberto Blanco, Mausi Lugner und Gotthilf Fischer für eine neue Show tanzen üben. In der Show sollen Prominente mitmachen, steht in der Ankündigung, bin gespannt, wer. Übe sicherheitshalber schon mal Cha-cha-cha.

Donnerstag
Wahlvorbereitung. Googele nach "Piratenpartei" und schaue bei Youtube einen Actionfilm über Piraten, die von der Bundeswehr erschossen werden. Leider nur 5 Minuten, dann merke ich, dass das aus der Tagessschau ist. Gehe in die Garage und mache meine Piratenflagge von der Ersatz-Yacht ab.

Freitag
Freue mich auf das Kanzlerduell mit Angie und Steini am Sonntag und bereite schon mal die Fragen vor, die ich aus dem Publikum an die Kandidaten stellen will. "Wo ist mein Geld?" "Was denken sie sich eigentlich?" "Glauben Sie, ich bin blöd?"

Samstag
Lasse mir morgens vom Floristen ein Dschungelcamp ins Büro bringen, stelle ein Dixieklo daneben und lese darin in passender Umgebung in Giulia Siegels Buch über die Penisgrößen ihrer Exmänner. Staune nicht schlecht, vor allem bei Tommy Haas, den hatte ich ganz anders in Erinnerung...

Aber nun muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag.

Dienstag, 8. September 2009

Nachbereitung ;-))

Lieber Mitreisender!
Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Unternehmen.
Baldmöglichst freuen wir uns, Ihnen eine individuelle Antwort zukommen lassen zu können. Bitte haben Sie Verständnis, dass durch eine Vielzahl unberechtigter Beschwerden Mitreisender unsere Rechtsabteilung bis zu vier Tagen für die Abschmetterung etwaiger Ansprüche benötigt.
Um Ihnen die Antwortzeiten kurz zu halten, finden Sie am Ende dieses Schreibens, das automatisch generiert wurde, die Antworten auf die häufigsten Fragen. Wenn Ihre Fragen damit beantwortet sind, können Sie durch Antworten auf diese Email mit dem Wort STOPP in der Betreffzeile ein weiteres Inkasso gegen sich abwenden.
Mit freundlichem Gruß
im Auftrag
Busunternehmen
FAQ
1. Was ist ein Herrengedenk?
Es werden im Bordunterhaltungsprogramm auch die Lieder toter Schlagersänger gespielt, Beispielsweise Rex Gildo und Ivan Rebroff

2.Müssen die in der Reisebeschreibung angegebenen Reiseziele und Wege eingehalten werden?
Nein. Wir verweisen freundlichst auf "Und überhaupt" in unseren Geschäftsbedingungen.

3.Muss ich alle Schnäppse trinken, die ich bbezahlt habe?
Nein. Nur alle bezahlen, die Sie trinken wollen.

4.Ist die Bustaufe, die bei manchen Fahrten durchgeführt ist, im Reisepreis inbegriffen?
Nein. Eventuelle Nachbuchungen können auf Ihrem Konto erscheinen, wenn Sie sich bei der Bustaufe nicht abseits gehalten haben.

5.Welche Musik wird gespielt?
Die Musik, die der Busfahrer auflegt. Wir verweisen freundlichst auf "Und überhaupt" in unseren Geschäftsbedingungen.

6.Sind Sonderevents wie Baumstammsitzen im Fahrpreis enthalten? Nein. Eventuelle Nachbuchungen können auf Ihrem Konto erscheinen, wenn Sie sich bei Baumstammsitzen nicht abseits gehalten haben.

7.Was ist, wenn ich mal Pipi muss?
Das Busklo darf manchmal benutzt werden. Ansonsten gehen Sie draußen! Strafgelder, die der Zoo oder die Stadt (Haltestelle Rathenauplatz) für Wildpinkeln erhebt, sind vom Fahrgast zu tragen. Sie pinkeln ja, nicht der Bus!

7.Endet die Fahrt immer dort, wo sie begonnen hat?
Nein, eigentlich nie. Wir verweisen freundlichst auf "Und überhaupt" in unseren Geschäftsbedingungen.

8. Kann ich mich irgendwo über irgendwas beschweren?
Nein, eigentlich nie. Wir verweisen freundlichst auf "Und überhaupt" in unseren Geschäftsbedingungen.

9. Was ist, wenn ich nicht zur Abfahrts- oder Treffzeit den Bus oder das Event erreiche?
Was ist denn das für eine doofe Frage? Dann ist der Bus weg oder das Event vorbei!

10. Ja, Aber! Ich! Hallo! Das geht doch so nicht!
Doch. Wir verweisen freundlichst auf "Und überhaupt" in unseren Geschäftsbedingungen.

Wir hoffen, Ihnen geholfen zu haben, bitte empfehlen Sie uns weiter.
Wenn Sie unzufrieden sind, mailen Sie uns bitte die Adressen aller Leute, die Sie nicht leiden können, auch so wird der Bus voll.
Mit freundlichen Grüßen
i.A. Reiseunternehmen

Donnerstag, 3. September 2009

Superman dankt.

Hej! Das war super! Es haben über 5oo Stimmen für mein Superman-Bild gestimmt, dafür danke ich Euch sehr herzlich. Es war sehr sehr knapp und wir sind gemeinsam auf Platz 4 gelandet. Das finde ich ein tolles Ergebnis, zumal echt Tausende mitgemacht haben, weltweit. Die Sieger kommen aus Fidschi, aber meine Sieger des Herzens seid all ihr, die ihr mitgefiebert habt. Danke.

Freitag, 28. August 2009

Superman reloaded- bitte hilf mir !

Lieber Freund, liebe Freundin!
Ich selber hasse es, zu zeitraubenden Aktivitäten aufgerufen zu werden, aber ich brauche heute Deine Hilfe !
Ich brauche 10 Minuten von Dir und Deinen Mausfinger.
Du weisst, dass ich sowas sonst nicht mache, aber es geht um alles. Nicht ums Leben, aber um einen riesen Schritt im Leben.

MEINEN ERSTEN EIGENEN BUS !


Es fehlt noch Geld. Geld für den Bus, aber auch Geld für die Champagnerparty nach der Bustaufe.

Ich sammel deshalb 10.000 Euro im Internetz. KLICK jetzt bitte NICHT WEG, auch wenn Du schon für mich gestimmt hast, es geht um


Ich hab vor ein paar Wochen schon mal geschrieben und ich hab mich wahnsinnig gefreut, dass sofort super viele Leute beim Bett-Sprung-Wettbewerb für mich gestimmt haben.

Ich war sogar schon auf Platz 2 !!!


Leider haben dann ein paar halb so lustige Freundeskreise die TopTen an sich gerissen - AUS DER TRAUM.


ABER: Es ist ELEND UNFAIR !
Nach kurzer Zeit hab ich nämlich verstanden, warum die trotz Deiner Mühen und mit sehr wenigen Wertungen plötzlich vorne liegen:

Es reicht LEIDER NICHT, "nur" FÜR MICH zu stimmen, man muss die anderen Bettspringer auch RUNTERWERTEN.
Sprich, man muss MIR die Höchstpunktzahl 10 von 10 und anderen, die vorne liegen, eine magere eins geben.

Es ist asi und normalerweise würd ich dazu nicht aufrufen, aber schaut selbst, da sind Leute, die grad mal 20 Stimmen haben und trotzdem vor mir liegen. Ein Hohn für die über 200 Leute, die für mich gestimmt haben!

Weil die Nachzügler offenbar schnell kapiert haben, wie der Hase läuft, muss man jetzt verschwommene englische Wörter eintippen, wenn man wertet und braucht deshalb ungefähr eine Minute für jeden Abstimmungsvorgang.

Entscheide selbst, wieviel Zeit Du mir opferst, ich bin wirklich für jede Minute und jede Wertung sehr, sehr dankbar, ich kanns ohne Dich und die anderen Freunde nicht schaffen.

Es geht um alles!!!
Es sind bis Montag 450 Stimmen zu schlagen!
Es kann ja wohl nicht sein, dass irgendwelche Hohlspacken daherkommen und uns die wirklich gute erste Runde zu Klump werten!

Bitte stimm bis Montag abend für mich unter

http://www.bed-jumping.com/main/details/654

und wenn ich nicht ganz vorne liege,
gib bitte den anderen unter

http://www.bed-jumping.com/main/top10

ne magere Eins.

Jeden Mitspieler kann man von einem Rechner nur einmal bewerten, also wenn Du zufällig im Büro einen zweiten hast... und wenn Du noch mehr helfen willst, überleg bitte kurz, welcher Deiner Freunde und Bekannten den größten Emailverteiler hat und schick alle Menschen hierher. Auch davor schrecke ich normalerweise zurück, weils einfach Spam ist. Ich entschuldige mich schon jetzt bei allen, die mich nicht persönlich kennen und nehme Beschwerden auf der


Champagnerparty entgegen. Denn die wirds geben, wenn wir uns gemeinsam den ersten Platz holen!
Am Mittwoch hab ich Geburtstag. Und das wär das schönste Geschenk!

Ich danke Dir tausendfach und freu mich auf den Champus mit Dir!
Alles Liebe
Andreas

Mittwoch, 19. August 2009

Hurraaa!!

Ich habs geschafft, mich mit dem Netbook mit einem Promi ablichten zu lassen.
Danke, Ingo Oschmann, nun darf ich das schöne Ed-Hardy-Netbook behalten.

Ed Hardy Netbook

Liebe Leser!
Ich habe von ThePhoneHouse ein Testexemplar des neuen Ed- Hardy-Netbooks bekommen.
Vorgestern ist es angekommen.


Der erste Eindruck: Die farbenfrohe Umverpackung macht einem schon mal Lust auf den Inhalt. Dann folgt ein "normaler" Pappkarton, der aber stoßsicher und schützend alles verpackt, was drin ist. Nach dem Auspacken gehts weiter: Das Netbook offfenbart sich in seiner ganzen Schönheit. ;-))

Tolles Design, sehr hochwertig verarbeitet und mit der super Metall-gebürstet-Oberfläche wirkt es extrem wertig.
Auch die Tasten und Scharniere machen einen sehr soliden Eindruck, viel besser,als man es von einem so handlichen Gerät erwartet. Zumal das Netbook auch extrem leicht ist und man deshalb eher billige Plastik erwarten könnte, es wirkt aber wie gesagt alles sehr super.

Die technischen Details spar ich mir mal, weil man die ja bei ThePhoneHouse nachlesen kann und mich langweilts immer, wenn einer in einem Test vier Seiten Zahlen reinkopiert. Kommen wir lieber zur praktischen Anwendung: Mit seiner genialen Größe passt es sogar in Horst Schlämmers Herrenhandtasche.
Die Tastatur ist naturgemäß etwas kleiner als eine normale Tastatur, aber sie reicht aus und lässt sich gut bedienen. Auch das Mousepad ist ohne Fehl und Tadel, aber auch nix für riesen Wurstfinger. Es gibt aber ja freie USB Plätze , um auch ne Maus anzuschließen.
Der Bildschirm ist echt super. Gestochen scharf, ich glaub, weil das ein LED- Bildschirm ist, der auch stromsparend arbeitet. Sehr hell und klar. Der Bildschirm ist echt ein Highlight. Besser als bei vielen großen Compis, das hatte ich bei einem Gerät dieser Größe so nicht erwartet. Man merkt eigentlich gar nicht, dass man mit einem Netbook und nicht mit einem Laptop arbeitet.

Höchstens daran, dass man natürlich keine CDs und DVDs einlegen kann. Aber heutzutage kann man ja auch gut Filme und Musik streamen und downloaden, das WLAN funktioniert super und so kriegt man die Inhalte, die man will, schnell und ohne Probleme auf das Netbook. Alles in allem ein super gelungenes Gerät, was Spaß macht und sehr wertig wirkt, nicht nur die geile Ed-Hardy-Lackierung, auch die Metall-gebürstet- Oberfläche

und die saubere Verarbeitung haben mich begeistert. Ich würds kaufen, aber ich hoffe ja, dass ich noch einen Promi finde und das Netbook behalten kann.

...to be continued...

Freitag, 14. August 2009

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben.

Montag
40 Jahre nach Woodstock. Gehe kurz zum Friseur, Haare verlängern lassen und dann bei meiner Mutter auf den Speicher. Finde ein Kilo Marihuana zwischen Schlaghosen und Plateau-Schuhen und probiere kurz, ob ich noch Tüten drehen kann.

Dienstag
Ja, kann ich. Hätte vielleicht nur vier oder acht rauchen sollen. Ich glaube, es ist 40 Jahre nach Woodstock, ist mir aber auch egal.
Packe zwölf Luftgitarren, die restlichen 600 Gramm Haschisch und zwei Kästen Bier ins Auto und brause los. Irgendjemand wird schon noch da sein.

Mittwoch.
Fahre immer noch, vielleicht liegts am Hasch, dass alles so langsam geht. Habe immerhin Joe Cocker und Joan Baez noch erreicht, sie sind auf dem Weg. Packe mein Marihuana und einen Schlafsack in meinen Privatjet und lasse den Dienstwagen verladen. Bin froh, dass mich die Aktion als Steuerzahler überhaupt nicht belastet.

Donnerstag
Sammele Joe Cocker und Joan Baez ein. Joan ist sauer, dass wir nicht umweltfreundlich mit dem Bus fahren. Zeige ihr den "Atomkraft-Nein Danke" Aufkleber auf dem Kofferraum und drehe ihr einen Joint. Fühle mich wie vor 40 Jahren - Wusste allerdings nicht mehr, dass man als 4 jähriger schon so bekifft sein kann.

Freitag
Wir sind da. Fühle mich immer noch wie vor 40 Jahren - Kopfweh, Durchfall, aber gute Laune durch die Haschkekse. Irgendjemand hat die Bühne abgebaut, es wirkt dadurch etwas weniger wie ein Festival. Immerhin regnet es und wir haben noch Dope. Lustig: Kühe vertragen es gar nicht, die eine singt sogar "With a little Help from my friends".

Samstag
Wache im Matsch auf, eine Kuh, die spricht wie Joan Baez leckt mein Gesicht. Mein Chauffeur liegt nackt neben Joe Cocker und guckt sehr besorgt. Hoffe, das Auto ist nicht geklaut. Ärgere mich, weil vier meiner Luftgitarren kaputtgegangen sind, lade die restlichen acht und die leere Haschischtüte in den Jet und klebe für Joan noch einen "Atomkraft-Nein-Danke- Aufkleber" auf das Heck. Peace, Mother!

Aber nun muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag.

Freitag, 26. Juni 2009

Der Tod des King of Pop reißt eine Lücke in unser Leben.

Der King of Pop,
Michael Jackson,
ist gestern im Alter von nur 50 Jahren gestorben.
Zahlreiche Medien berichten gegen 1220h Ortszeit sei er in seinem Haus in Los Angeles zusammengebrochen, beim Eintreffen der Sanitäter habe er bereits nicht mehr geatmet. Etwa 2 Stunden später wurde Michael Jackson offiziell für Tot erklärt.
Die Ursache soll in einer Autopsie geklärt werden, Gerüchte über Probleme mit verschreibungspflichtgen Medikamenten machen derzeit ebenso die Runde wie Vermutungen über Herzprobleme.

Spontan versammelten sich bis zur Stunde mehrere Hundert Fans des Sängers und Entertainers vor dem Krankenhaus.
Die Stimmung dort wird als bizarr beschrieben.

Michael Jacksons Leben begann 1958 als achtes von zehn Kindern.
Der Popstar selbst sprach von einer traurigen Kindheit. die ihn schon jung auf die Bühne führte.
Mit vier seiner Brüder wurde er in der Musikgruppe Jackson 5 bekannt.
Bereits mit 13 startete er dann seine Solokarriere, die ihren Höhepunkt in den 80er Jahren erreichte.
Er gilt bis heute als einer der erfolgreichsten Sänger aller Zeiten, mit etwa 750 Millionen verkauften Tonträgern und dem erfolgreichsten Album aller Zeiten, Thriller, das sich über 50 Millionen mal verkaufte. Michaels Jacksons Schaffen wurde mit 13 Nummer eins Hits und ebensovielen Grammy- Auszeichnungen geehrt.
Auch auf anderen Gebieten hat der KIng of Pop Rekorde aufgestellt, seine Musikvideos sind die teuersten und aufwändigsten der Musikgeschichte, Michael Jackson selbst galt als einer der der höchstbezahltesten, aber auch der wohltätigsten Künstler der Welt.

Der Sänger prägte mit seiner Musik und seineN unnachahmlichen Tanzkünsten wie dem berühmten Moonwalk den Stil der modernen Popmusik. Den wohlverdienten Titel "king of Pop" verlieh ihm seine Freundin Liz Taylor in einer Laudatio 1989.

In den 90er Jahren sah sich Michael Jackson erstmals dem bis heute nicht belegten Vorwurf des Kindesmissbrauchs ausgesetzt,
Nach Zahlungen in Millionenhöhe an die Eltern des Kindes wurde der spektakuläre Prozess eingestellt. Auch 2005 wurde Michael Jackson in einem ähnlichen Prozess freigesprochen.

Danach verließ Jackson seine berühmte Neverland Ranch, ein riesiges Anwesen, in dessen Vergnügungspark und Privatzoo er vorher regelmäßig Kinder sozial schwacher Familien eingeladen hatte.

Privat blieb Jackson glücklos, sein Leben teilweise rätselhaft, er war zweimal kurz verheiratet und hatte drei Kinder, die Mutter des jüngsten Kindes ist offziell nicht bekannt.

Michael Jackson lebte in den letzten Jahren zurückgezogen in Bahrain, Irland und Las Vegas, kündigte aber im März 2009 sein Comeback für Juli an.
Die Nachfrage nach Karten war so groß, dass statt der geplanten zehn nun 50 Konzerte stattfinden sollten.

Michael Jackson starb am gestrigen Donnerstag.

Bei einem seiner letzten Auftritte wandte sich Jackson an seine Fans mit den Worten: "This is the final curtain fall . I love U, I really do. Really from the bottom of my heart."
Fast wie ein Abschied.

Donnerstag, 25. Juni 2009

Spickmich

Die Internetseite spickmich.de hat vor dem Bundesgerichtshof gesiegt.Damit darf sie auch weiterhin eine Plattform für Schüler anbieten, die ihre Lehrer benoten.


Die Lehrer wollen sich nun rächen, Sobald sie sich mit dem neuen Medium Internetz vertraut gemacht haben, soll die Rachebewertungsseite "spickDichselbst.de" die wirklichen Kopfnoten der Schüler mit gehässigen Kommentaren online stellen. Im Entwurf ist zu lesen "Jaqueline popelt in der Nase und furzt", "Kevin ist dumm wie ein Stück Brot und riecht aus dem Schritt".

bohlus.de befragte repräsentativ bis zu 100 Lehrer zu den aktuellen Plänen und erhielt
überraschende Ergebnisse:

12 Prozent der Befragten meinen, Schüler sollten generell keine eigene Meinung haben und wenn, dann die des Lehrers.

4 Prozent der Lehrer wissen nicht, was das Internet ist, wollten sich dazu aber immerhin Prospektmaterial bestellen.

6 Prozent wollen sich mit der Thematik Computer erst nächstes Jahr nach der Pensionierung beschäftigen.

3 Prozent müssen erst mal die Klassenarbeiten der 9c korrigieren.

8 Prozent sind mit Urlaubsplanung oder Pausenaufsicht bereits an ihrer Leistungsgrenze und können keine Fragen beantworten.

2 Prozent sagten, im Kampf gegen Terror im Klassenzimmer sind auch solche Schritte in Ordnung.

8 Prozent fühlten sich durch die Frage in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt.

3 Prozent erwägen eine Klage.

Es bleibt also spannend, (zensiert)(zensiert)(zensiert)(zensiert)(zensiert)(zensiert)(zensiert)(zensiert)(zensiert)(zensiert), soviel jedenfalls an dieser Stelle zum Thema Persönlichkeitsrechte und Meinungsfreiheit.

Freitag, 5. Juni 2009

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganz Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben.

Montag

Zurück aus LA. Hatte neben Eminem bei den MTV Awards gesessen und mit ansehen müssen, wie ein Komiker von der Decke schwebt und mit seinem Stringtanga- Hintern in Eminems Gesicht landet. Schlimmer Anblick, Eminems Gesicht. Gott sei dank verlässt er entrüstet den Saal.

Dienstag

Jette morgens nach Hamburg, um mir die umstrittenen Dreharbeiten zu "Erwachsen auf Probe" anzusehen, wo Teenager Eltern spielen dürfen. Große Aufregung, eine Baby-Übungspuppe ist in der Nacht unter dem Übungsvater erstickt. Kurios. Dem selben Mann war neun Monate vorher auch die Mutter-Übungspuppe geplatzt.

MIttwoch

Lese in der Bild, dass Außenkanzler Steinmeier und seine Frau Büdenbender immer gemeinsam frühstücken. Setze einen Ermittlungsausschuß ein, das riecht nach Flugmeilen und privater Buffettnutzung. Erwarte das Ergebnis gegen Mitte seiner Kanzlerschaft.

Donnerstag

Treffe Barack Obama, um ihn auf das morgige Treffen mit der Merkel vorzubereiten. Warne ihn, keine Brezel von ihr anzunehmen und sie nicht von hinten in den Nacken zu packen oder auf die Hände zu küssen. Sorge außerdem dafür, dass nicht beide den gleichen Hosenanzug tragen.

Freitag

Stehe früh auf, um noch meine Briefe zur Europawahl abzuschicken. Jette nach Brüssel und werfe sie direkt beim Parlament ein. Frage mich, wie Leute mit vollem Zeitplan und ohne eigenen Jet überhaupt wählen sollen. Vermesse anschließend den Feinstaub in meiner Wohnung, sortiere Gurken nach Güteklassen und beantrage Agrarsubventionen, ein sehr europäischer Tag.

Aber nun muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag.

Sonntag, 17. Mai 2009

Grandprix im Schnelldurchlauf.

Bei Patricia Kaas hatte ich die ganze Zeit Angst, dass sie das Mikrofon aufisst oder die Halsschlagader platzt, ich habe auf den Gesang daher gar nicht geachtet. Die Schwedin war gut, aber für mich gar keine Schwedin, weil sie eine Oper gesungen hat. Kroatien und Portugal: Große Fragezeichen. Aber ich finds gut, dass wieder Folklore gsungen und getanzt wird. Island: wie immer toll gesungen, ohne abzuräumen. Griechenland: Beste Performance. Die dicke Frau aus Malta war toll. Und der Ronan Keating aus Dänemark klang auch ganz gut. Bosnien und Herzegowina: Der Sänger hat leider sehr langsam rückwärts gesungen und fiel damit aus der Wertung. Deutschland war mir das erste mal seit Jahren wenigstens nicht peinlich, bis auf den Schluss, wo die komische Transe den Schwuli angetanzt hat. Ist Ralf Siegel etwa tot oder hat man ihn nur gefesselt, damit er keinen Song schrieb? Albanien mit Spiderman in Türkis klassisch Grandprix und irgendwie witzig. Norwegen süüüüüüüüüß! was für ein Schnuffi, erinnerte mich vom Sound her an eine Mischung aus Amelie und Brainstorm vom 2000er Grandprix. Optisch an eine Zuckerstange, nur mit besseren Zähnen. Sensationell. Ukraine: Schrott im Hamsterrad. Rumänien: Schwedenelfen und Charlies Engel in langweilig. UK: sehr gute Whitney Houston Imitatorin, mit etwas fadem Weihnachtslied. Finland: was soll das denn? Einfach noch mal einen Diskoremix von 1992 geschickt? Spanien: Lila Langeweile. Bin absolut freudig überrascht, dass am Ende die Zuckerstange gewinnt. Richtig so!

Samstag, 9. Mai 2009

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben.

Montag
Bin geschockt von der Schweinegrippe und kaufe sofort Mundschutzmasken. Habe allerdings Probleme damit, sie richtig anzulegen. Nach drei Stunden gebe ich auf: Meine Schweine müssen weiter ohne Maske rumlaufen.

Dienstag
Berlusconi jammert am Telefon, seine Frau will ihn verlassen.
Rate ihm, sich ein paar nette Pflegerinnen zu suchen und ins Altenheim zu ziehen, dann braucht er auch nicht ständig neue Haare. Schicke ihm für seinen Neustart gebrauchte Camping-Möbel und Ikea-Gutscheine, die noch von den Erdbebenopfern übrig sind.

Mittwoch
Prinz Joachim und Prinzessin Marie von Dänemark rufen an, sie suchen einen Namen für ihren Sohn. Schlage "Däni" Dänifred und Dähn vor. Sie lehnen energisch ab. Typisch Adel: Einem Kind den Namen verweigern - aber einem ganzen Land nen blöden Namen zu geben, ist kein Problem!

Donnerstag
Oliver Pocher schreibt traurige SMS, seine Freundin hat sich von ihm getrennt. Vermutlich hat sie`s bei Schmidt abgeguckt. Simse zurück , er soll sich mit den Exfreundinnen von Boris Becker treffen. Wird schon eine dabei sein, die in Wirklichkeit auf Zwerge steht. Er schickt Smileys und fängt mit Sandy Meyer-Wölden an.

Freitag
Jette kurz in die Karibik und besuche Amy Winehouse in Ihrem Anti-Drogen-Urlaub. Sie ist guter Dinge und will, dass ich ihr Image ein bisschen aufpeppe. Kippe ihr einen Schluck Nagelhärter in die Wasserflasche und schicke an alle Agenturen "Amy Winehouse dehydriert- Ohnmacht!". Skandale verkaufen sich einfach besser.

Aber nun muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag!

Mittwoch, 22. April 2009

Einblicke in mein Tagebuch

Liebes Tagebuch! Schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben.

Montag
Zurück aus Italien. Hatte mit dem Papst, Urbi und Gorbi auf dem Petersplatz in Rom Eier versteckt und dann zusehen müssen, wie sie von Millionen Touristen zertreten wurden. Erst beim anschließenden Osterfeuer kehrt meine gute Laune zurück. Hatte extra ein paar Steuerunterlagen und Aktien mitgebracht.

Dienstag
Heidi Klum ruft an: Ich soll nicht aus der Zeitung erfahren, dass sie wieder schwanger ist. Kriege erst einen Schock, aber das Kind ist von Seal. Wunderbar. So passte es auch farblich besser zu den anderen.

Mittwoch
Lese in der Zeitung, dass der Bassist von Tokio Hotel einen Fan zusammengeschlagen hat. Der arme süße knuffige Tom! Erst nervt ihn diese miese Stalkerin, dann beschwert sie sich noch, wenn er sich mal richtig um sie kümmert und dabei sogar Körperkontakt mit ihr aufnimmt.

Donnerstag
Freue mich, dass bei Youtube 18 Millionen Leute die Hausfrau und Sängerin Susan Boyle angeschaut haben. Prima, wieder eine Arbeitslose aus der Gosse geholt. Bin etwas neidisch über den steilen Aufstieg. Mache mir Susan Boyles Lockenwicklerfrisur, probiere meine Brokatkleider noch mal an und kaufe bei Ebay die alten Zähne von Paul Potts für meinen nächsten Castingtermin.

Freitag
Lese auf der Homepage von AC/DC, dass eine rumänische Scheinfirma Karten für einen Auftritt verkauft, den es gar nicht gibt.
Was für Idioten! Buche ganz seriös AC/DC und ein Stadion unter falschem Namen und starte einen weiteren Vorverkauf.
Freue mich auf die Versteigerung von Pamela Andersons rotem Badeanzug aus "Baywatch". Hatte sie ja in allen Schwimmszenen gedoubled und bin gespannt, was mein Einteiler noch bringt.

Aber nun muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag.

Sonntag, 12. April 2009

Grüße nach Südfrankreich

Ein Hase, ein Hase
Rannte um die Vase
Verlor dann kurz das Gleichgewicht,
Und fiel aufs Gesicht.
Und prellte an der Vase
Sich heftig dann die Nase
Da fragte dann der Hase:
Wieso steht hier ne Vase?
Und was renn ich so dumm
Um die Vase herum?
---> ---> ---> Fiel ihm aber nicht ein.
Doch der Hase lernte draus,
Wich künftig allen Vasen aus.

Samstag, 11. April 2009

Ostereierei

Es war einmal ein Osterei,
`s war`n Besonderes mit ZWEI
Dottern.
Das sah aber keiner
Denn es wurde NIE
gefunden.

Mittwoch, 25. März 2009

Der Marienmistkäfer

Der Frühling ist eingezogen, man erkennt es an den Hagelschauern. Also hier das passende Gesicht (motziges Gesicht).

Und das passende Gedicht:

Der Marienkäfer- so viel ist bekannt,
ist mit dem Mistkäfer nur als Käfer verwandt.
Damit man sie unterscheiden kann
Hat der Marienkäfer Punkte dran.
Außerdem ist der Mistkäfer braun.
Das ist der Marienkäfer kaum.
Höchstens unterm Bauch,
Wie der Mistkäfer auch.
Unten sind sie also ähnlich,
das ist natürlich dämlich.
Sieht man sie im Flug,
wird man davon nicht klug.
Es ist also nicht leicht zu sagen
Was fürn Käfer wir über uns haben
Aber wenn wir von oben schaun,
der eine rot, der andre braun,
einer mit Punkten und einer ohne
Dann können wir - als Krone
Der Schöpfung sicher erkennen,
welchen wir Marie und welchen
Mist wir nennen.

Donnerstag, 5. März 2009

Aus meinem Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben.

Montag
Zurück aus Hollywood, Hatte bei den Oscars mit Sophia Loreen getanzt, zwei, drei Piccolöchen genippt und Kate Winslet auf den Hintern gehaun. Schaue anschließend unter den Stehtischen nach, kann aber Tom Cruise und Katie Holmes nicht finden. Rufe sie an, Tom sagt, sie machen zuhause eine Kräuterkur zur Entgiftung und sind sehr müde. Kräuterkur? Müde? Nehme mir zwölf Lachshäppchen vom Oscar- Buffett und kündige meinen Scientologie-Newsletter.

Dienstag
Franjo Pooth schuldet mir noch 100 Euro für Veronas Verlobungsring. Rufe ihn an. Die Mailbox sagt, dass Franjo pro 100,-Euro leider nur 37Cent in der Insolvenzmasse hat. Rufe wütend Verona an. Sie beruhigt mich und rechnet mir vor wie ich 11-88-0 als Kleingläubiger an mein Geld komme: In elf Jahren mit 88 Prozent Zinsen und null Aufwand. Bin beruhigt. Schicke ihr noch einen Verlobungsring für die andere Hand.

Mittwoch
Lese "Kräuterzombie" auf meinem Handydisplay, Tom Cruise ruft aus Brasilien an. Er will wissen, wie er dort sympathisch rüberkommt. Ich rate ihm, viel spanisch zu sprechen und den Tango zu loben. Vielleicht noch ein Glas Kräuterkur anzubieten. Rückruf am Abend. Blamage, in Brasilien spreche man Portugisisch und tanze Samba. Weiss ich doch.

Wundere mich nachts, wo mein dritter Ersatzporsche ist. Hatte ihn Busenwitwe Tajana Gsell geliehen. Rufe sie an, wo sie bleibt. Sie lallt "Prima, Schatz, hol mich bitte an der Polizei ab". Scheiss auf den Porsche.

Donnerstag
Einladung von Boris Becker zu seiner Hochzeit im Juni. Wen er wohl heiratet? Habe nach Babs, Sabrina Setlur und Sandy Meyer-Wölden wohl kurz den Überblick verloren. Schaue im Internet. Toll. Auf "Besenkammer.de" gibt es eine komplette Seite über Boris, tagesaktuell. Allerdings viele Frauen genannt. Was solls, Schnittchen und Schampus, bislang wars auf jeder seiner Hochzeiten schön.

Freitag
Ertappe mich, dass ich beim Bügeln Winds of Change pfeife. Ärgere mich. Muss ich denn alles selber machen? Rufe die Scorpions an, um für mich zu pfeifen. Einer raunzt mich an, immer sollen sie nur Winds of Change pfeifen, davon hätten sie schon Depressionen. Komisch, dachte immer, die Scorpions sind nicht schlau genug, um Depressionen zu haben.

Aber nun muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag!

Sonntag, 25. Januar 2009

HURRA !

Ingrid van Bergen ist Dschungelkönigin.


















Die Frau, die anfangs noch 80 Prozent ihrer wachen Tageszeit mit der Suche nach Löffel und Wasserflasche verbrachte, und über sich selbst sagte "Ich bin nicht ganz da!"- kam an.
Bei sich selbst, in der Klimazone und beim Publikum. Fortan wanderte sie Schlager summend und singend durchs Camp, absolvierte tapfer Dschungelprüfungen und wandte sich bei ihren Ansprachen an die ältere Generation Zuschauer. Ihr Ziel: den Jüngeren zeigen, dass die Alten was taugen! Ingrid van Bergen, selbst Baujahr 1931, war von allen Exoten, zwischen Transsexueller, ausgedientem Eiskunstläufer und arbeitslosen Moderatoren, neben Society-Lady und Männermodell irgendwie doch der einzig wirkliche Star.
Da konnte den Zuschauer nicht schrecken, dass ihr schon mal ein Mord unterstellt wurde, dass sie als einzige Frau im Camp viele, ehrlich verdiente Falten hatte und alle Teile ihres Körpers noch ungeliftet dem Original zuzuordnen waren. Selbst das knackende Geräuch der in ihrem Mund zerplatzenden Känguruhhoden war den Zuschauern ein Grund mehr, sie zur Königin des Dschungels zu wählen.
Die Vegetarierin überwand sich würgend und ging über ihre Grenzen, scheinbar grundlos, denn am Ende ging es um nichts mehr. Aber Respekt hat sie sich mit ihrem stoischen Durchhalten, der kompromisslosen Standfestigkeit eines alten Baumes, sehr wohl erworben. Während nahezu jedes Sternchen mal seine Fahne nach dem Wind drehte, zickte oder jammerte, war die Bergen eisern. Ein harsches Wort zur rechten Zeit verschaffte ihr Respekt oder entlarvte Gegner als Falschspieler. Mit Lebenserfahrung statt billiger Allüren, mit Authentizität und Geradlinigkeit, mit Herzenswärme und Kraft schuf sie die Basis für ihre Wahl zur Königin des Dschungels.
Nun könnte man anmerken, dass das ein bedeutungsloser Titel sei, noch weniger als Bundeskanzlerin, aber wenn man bedenkt, dass die Dschungelkönigin in einer zutiefst demokratischen Wahl ihre Krone erlangt und zwar in einem der zurecht erfolgreichsten Unterhaltungsformate im deutschen Fernsehen, dann sieht man darin auch die Sehnsucht des Zuschauers, damit auch des -ich unterstelle das mal ganz trocken- Durchschnittsdeutschen, nach echten Menschen, weg von der Fassade, weg von schillernden Figuren, hin zum echten Leben.
Der zweite Platz von Lorielle London ist da kein Widerspruch. Auch Lorielle, Pampasgras-Bikinigirl mit Jodeldiplom, hat unter ihrer bunten Oberfläche viel von ihrer Zerrissenheit, Verletzlichkeit, von echtem Gefühl und echtem Mensch preisgegeben. Ob Frau oder Mann, spielt dann gar keine Rolle mehr. Jeder echte Mensch im Fernsehen ist ein Gewinn und daher ist Ingrid van Bergen zurecht die Königin des Dschungels geworden. Ich freue mich unbändig über den Sieg des Menschen über den Glitter, den Sieg der jungen Alten.

Montag, 19. Januar 2009

Aus meinem Tagebuch

Liebes Tagebuch, schon wieder ist eine ganze Woche um und ich komme jetzt erst dazu, alles aufzuschreiben.

Montag
Telefoniere mit George Bush. Senior!! Er will demnächst mal wieder Fallschirmspringen, ob ich mitkomme? Denke kurz an Möllemann und entschuldige mich, wünsche ihm aber viel Spaß.
Lese in der Zeitung, dass der Mond so nah an der Erde ist wie seit 12 Jahren nicht mehr. Prima, so werden die Flüge billiger- Rufe im Reisebüro an und lasse mir Prospekte schicken.

Dienstag
Komisch- das Reisebüro hat mir nur All-Inklusive-Prospekte mit Sauf- Flatrates geschickt. Andererseits ist auf dem Mond ja auch kein Strand- buche acht Tage Mallorca. Sehe die Ex von Boris Becker, Sandy Meyer Wölden bei Kerner. Schicke ihr spontan zwei SMS: Eine mit "Willst du mich heiraten?", die zweite mit "Vergiss es!".

MIttwoch
Rege mich auf, als ich lese, dass Paul Potts, Peter Maffay und Amy Winehouse gleichzeitig für einen Echo nominiert sind. Scheinbar hat man mich vergessen! Beruhige mich erst wieder, als ich im Briefkasten meine Einladung finde. Bin nach elf mal Echo-Gewinn zum zwölften Mal nominiert mit meinen Kastelruther Spatzen.

Donnerstag
Sause nach Köln, um Tina Turner noch mal Live in Concert zu sehen, treffe in der Garderobe eine alte Frau. Ihre Mutter? Kurios, mit Perücke und Korsett sieht sie genau aus wie Tina. Jette danach kurz zu meinem Freund Prinz Albert II. von Monaco an den Südpol. Er protestiert dort heimlich auf Langlaufskiern gegen den Klimawandel. Bringe ihm eine Leberwurststulle und eine Heizweste. Leider friert die Stulle an der Heizweste fest und löst sich beim Einschalten sehr eklig auf.

Freitag
Höre im Radio, 95 der Jugendlichen hätten ein Handy. Fühle mich plötzlich alt, weil ich ZWÖLF Handys habe, werde eins abschaffen.

Aber nun muss ich Schluss machen, nächste Woche ist ja auch noch ein Tag!

Hurra! Möbelmesse! ...ähm... Möbelhesse.

(hust, spuck)
Entschuldigung, Ich hab noch ein paar Daunenfedern im Mund, weil mir grad das Kuschelkissen Angela auf dem Stachelhocker Guido geplatzt ist.
(hust) nun steh ich hier bei einem hessischen Hersteller vor der Küche „Andrea“ das ist eine Küche in Y Form und man kann sagen: Ein Traum für den Koch. Vor allem am rechten Rand genug Platz zum Arbeiten. Und auch wenn die Koch- Ergebnisse, die ich bislang hier mitbekommen habe, immer einen leicht schalen Beigeschmack hatten, das lag aber eindeutig am Koch selbst, denn man muss sagen, diese Y- Küche hilft dem Koch, wo sie nur kann –schon am 18.1. soll das neue Modell kommen, das den seltsamen Namen Gümbel trägt.
Hier beim Modell Andrea hatte das Selbstreinigungsprogramm die Oberfläche angegriffen und das Beck (hust) Verzeihung, das Beck-en aufgelöst, das ist beim Nachfolgermodell Gümbel besser gelöst, es hat zwar die vertraute Y Form, aber nach Links mehr Platz. Aufs Beck (hust) Becken Verzeihung hat man gleich ganz verzichtet und als Oberfläche gibt es eine neue graue Granitarbeitsplatte von Stein Meier. Alles solide verarbeitet (Schlag) (rumms!) Ooooh! Jetzt ist das Y in der Mitte, wie soll ich sagen, naja, der linke Flügel ist weggebrochen, puh, das wars wohl mit Andrea, aber war ja eh ein Auslaufmodell. Zurück ins Studio!

Samstag, 13. September 2008

Oh mein Gott!

Gloria von Thurn und Taxis kopiert meinen Stil !


Nach meinem überaus erfolgreichen Auftritt auf dem Hausboot hat Gloria nicht nur mein Outfit, sondern auch meine Frisur kopiert. Man kann uns nur noch im Gespräch unterscheiden: Gloria will Schwule gesund beten und Hexen verbrennen.

Dienstag, 13. Mai 2008

Radio: Kurt Beck - Bart ab.

In der Zugabe auf WDR2 lief am Samstag der folgende Radiobeitrag von mir:

Freitag, 7. März 2008

Meinung: Grand Prix Eurovision de la Chanson: Deutscher Vorentscheid.



Moderator Thomas Herrmanns und das halbwegs prominente Panel, wie es neudeutsch für "Gruppe auf dem Sofa sitzender Menschen" heisst, feierten sich selbst und waren maßvoll unterhaltsam. Aber es ging ja um die Musik.
Das waren die Kandidaten: Musicalsängerin Caroline Fortenbacher, der im Laufe der Sendung der Vorname abhanden kam (Abmoderation: "Vielen Dank, Fortenbacher!") ein Joshua Kadison - Imitator namens Tommy Reeve, eine Tokio-Hotel- Klon-Band mit Stimmbandentzündung, eine Gruppe Sommerhit- Spanier und die Nichtengel von den No Angels. Die sinds letztlich geworden, von den eher schlechten fünf die Bestesten. Oder die mit den meisten Fans, was nicht allzu sehr überrascht. Die anderen Kandidaten kennt eigentlich kein Schwein. Platz zwei für Fortenbacher, die kennen immerhin alle, die mal im ABBA- Musical waren.
Die No Angels fahren also nach Belgrad. Mit einem dudeligen Pop-Hit, der es wohl auf Platz 19 abwärts schaffen wird.
Dieser müde Vorentscheid könnte einem die Laune verderben. Wer nicht Radio hört, weiss nicht, dass es auch neues und gutes deutsches Liedgut gibt und daß das, was heute zu sehen war, nicht das obere Ende der Fahnenstange markiert. Gute Ansätze waren bei Frau Fortenbacher nach einer quälend lahmen Startminute zu hören, die Perfomance-Sieger waren eindeutig Cinema Bizarre, die aber auch stimmlich hielten, was der Name verspricht. Marquess ging an einem Ohr rein und am anderen wieder raus und Tommy Reeve tat sogar weh im Ohr. Die No Angels markierten das güldene Mittelfeld, ein bisschen Shalalala, ein bisschen Hüftschwung, dazu schönes Outfit und professionelles Verhalten vor der Kamera, auch hinter der Bühne.
Nun denn,wir werden sehen.
Mein Traum wäre eigentlich Fortenbacher featuring Cinema Bizarre.


Und zwar Fortenbacher ungeschminkt vorn mit Cinema Bizarre (geschminkt) im Background. Das wäre Singenkönnen mit Showmachenkönnen, noch dazu in der Stilrichtung Schlagermetallpoprock. Da wär dann wirklich für jeden was dabei. Vielleicht im nächsten Jahr.

Mittwoch, 5. März 2008

Meinung: Zum Beinaheabsturz in Hamburg


In Hamburg ist ein Airbus beinahe abgestürzt. Die Piloten haben das Flugzeug, das von einer Orkanböe erfasst wurde, in wörtlich letzter Sekunde durchgestartet und damit eine Katastrophe verhindert. Eilig überall zitierte Experten lobten die Besonnenheeit und das Können des Piloten. Bild verstieg sich gar zu der Forderung:

Einen Tag später kommt heraus: Die Copilotin, 24 Jahre alt und blond, hat den Flieger bei diesem Beinaheabsturz gesteuert.

24 Jahre alt, eine Frau und blond - schon heisst es im Untertitel: Ist sie zu unerfahren?
Wohl kaum! Wenn die Frau nichts könnte, wäre der Flieger jetzt ein Haufen Schrott und die Menschen darin ein Haufen Knochen.
Bundesverdienstkreuz für den Mann, Dresche für die Frau? Nein!
Meine Meinung: Bundesverdienstkreuz für keinen von beiden, weil sie letztlich nur ihren Job machen. Aber dickes Lob an die Copilotin, die bewiesen hat, dass sie ihn gut macht! Und dem ewigen Machismo einen Tritt in den Arsch!

Mittwoch, 27. Februar 2008

Fundstücke

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Dienstag, 5. Februar 2008

Büttenrede: Et Depressivchen- der Mann, der selbst im Glückskeks noch eine Niete findet.


Foto:Vahlefeld/Glasow, Der Text entstand für die Röschensitzung , die das Thema Asia-Wochen hatte.


Jaaa...
Ich hab nie Glück . Nich mal mit Glückskeksen. Da hab ich neulich ne Hunderterpackung zum Arte Themenabend "Selbstmord" gefuttert und dann hatte ich drei Wochen einen Zelluloseklumpen im Bauch, weil ich die Zettel nicht rausgenommen hab. (seufzt) Das sagt einem ja auch niemand.
Was hab ich alles probiert, um wieder aufs Töpfchen zu können. Sogar Akupunktur. Das ist mit Nadeln! Die hat mir 57 Nadeln in den Kopf gerammt. Sie sagte "Heben Sie die Hand, wenns weh tut." Hab ich.
57 mal. (schreit bestialisch) Aaaaaaaaaaah (hebt ganz langsam die Hand) Die Idee war ja toll, "Heben Sie die Hand, wenns weh tut." aber ich bin ja Phlegmathiker.
Jedenfalls hat die Akupunktur den Zettelklumpen in meinem Bauch nicht aufgelöst. Was schließlich geholfen hat, war die 41 scharf aus dem Thai-Imbiß.
Da hab ich nämlich sofort Durchfall von gekriegt.
(jammert) und aschliessend Rosettenbrand. (jammert) Und der Hals tat mir auch weh. Das hat mich von innen verglüht. (schluchzt)
Ich wusst gar nicht mehr wohin.
Da bin ich zu nem chinesischen Geistheiler. Ich dachte, der kennt sich noch am ehesten mit so Chinascheisserei aus. Aber Pustekuchen... Der Heiler war andersrum. Der hat also nicht hinten nachgeschaut sondern mir mit so nem Esstäbchen in den Hals geleuchtet. Nach drei Minuten sagt er: "Hals nisst gut! Schbetsiale Diät Feuer Wasser Erde Luft." Hab ich gesagt, Himmel un Äd okay, aber kein Chinaessen mehr, damit hat das ja angefangen. Da schaut er mich ganz böse an (Pause) mit so Schlitzaugen. Er sagt. "Niss wegen Essen das ist,
Sie habe ein Gastritis. Im Hals." Mir brannte es aber nach wie vor hinten schlimmer. Ich hab allen Mut zusammengenommen und gesagt " Ach ja? Da würde ich eventuell gern noch ne zweite Meinung hören" Sagt er: "Ja, gut. Sssie ssind auch ssehr ssehr häßlich."
Ich habe sofort eine deutliche Grenze gesetzt, indem ich bezahlt habe und gegangen bin. Grußlos.
Ich war aber noch etwas verunsichert und habe deshalb noch eine Mutübung gemacht. Ich bin in ein Lokal gegangen und habe mit sehr fester Stimme gesagt: "Ich hätte gern ein Mineralwasser ohne Kohlensäure und ohne Zitrone". Da hat der Kellner gefragt : Mit Eis? Da hab ich geweint, aber nach ein paar Atemübungen hatte ich mich wieder im Griff. Ich arbeite hart an meinem Selbstbewusstsein. Ich mach sogar Sport. Also Yoga. Yoga verhält sich zu Sport ja etwa so wie das Grau zu den Farben. Ist also das Einzige, was für mich in Frage kommt. So zum Beispiel... (steht völlig normal da, hebt nur einen Arm leicht an) Das ist die Trauerweide. Und so (beugt sich leicht nach vorn) Das ist der Unglücksrabe. Ich kann auch die Schwarze Katze. Aber nur von links.
Ich kann auch den ganz positive, warme Übungen. Zum Beispiel so.... (beugt sich vor und fällt auf die Hände) der Sonnengruß...
Aber dann schiebt der sich der vierte Frontalwirbel in den Anus und dann bleib ich so hängen. (geht auf allen vieren ab)
Scheisse.

Freitag, 21. September 2007

Meinung: PANDAAAAAAAA!!!!!!


Oh ja! Das hat Spaß gemacht! Panda im Underground in Köln. Zuschauer und Band schaukelten sich gegenseitig in höchste Höhen. Sängerin Anna Fischer zeigte sich gerührt ("kommt ma klar , ey!"), als die Fans wieder und wieder "Panda, Panda" skandierten und die Zugaben knapp wurden. Panda singen herzzerreissend schön auf tiefstem Berlinerisch und mit Message ("Ick will der Welt wat sagen, wat von hoher Relevanz"). Unter anderem fordern sie "jeht kacken" und erklären, welche Dinge die Welt nicht braucht. Dazu Beziehungseinblicke bei Stefan und Tina, Ärger mit "meene Wohnung" und "Terror anna Türe". Ihr Versprechen, langsam die Welt zu verändern, nimmt man diesen freundlichen jungen Menschen ab. Hier sind echte Menschen auf der Bühne. Menschen, wie Du und ich. Punks. Rock on!